Die UNI 9994-1 hat sich 2024 geändert, das ist wirklich anders.
Am 25. Juli 2024 ist die vierte Ausgabe der UNI 9994-1 in Kraft getreten — die italienische Norm, die Sichtkontrolle, Kontrolle, Revision und Druckprüfung von Feuerlöschern regelt. Das ist kein bloßes Facelift: Die Intervalle für Revision und Druckprüfung von Pulverlöschern ändern sich, die Klassifizierung wasserbasierter Löscher ändert sich, und auch einige praktische Wartungsregeln. Hier steht, was die Norm heute verlangt, was sich seit der Ausgabe 2013 geändert hat und wie sie sich mit den ausländischen Pendants vergleicht.
Was die UNI 9994-1 regelt, kurz gefasst
Die UNI 9994-1 „Feuerlöschgeräte — Tragbare Feuerlöscher — Teil 1: Erstprüfung und Instandhaltung“ ist die italienische technische Norm, die festlegt, wie ein Feuerlöscher vom Tag der Installation bis zur Außerbetriebnahme funktionstüchtig gehalten wird. Sie gilt für tragbare wie für fahrbare Löscher und deckt fünf getrennte Momente ab: die Erstprüfung bei der Inbetriebnahme, die Sichtkontrolle, die periodische Kontrolle, die programmierte Revision und die Druckprüfung.
Sie ist kein Gesetz, sondern eine technische Referenz, auf die sich Brandschutzvorschriften berufen: Es ist der Text, den Erlasse meinen, wenn sie von „Instandhaltung nach der geltenden Norm“ sprechen. Die vierte Ausgabe, am 25. Juli 2024 von UNI veröffentlicht, ersetzt die von 2013 und aktualisiert deren Intervalle, Definitionen und einige Arbeitsabläufe.
Für wer Feuerlöscher verwaltet, zählt vor allem die Intervalltabelle: Sie sagt, wie oft eine qualifizierte Fachperson das Gerät revidieren muss und wie oft dessen Behälter druckgeprüft werden muss. Es sind dieselben vier vertrauten Termine wie immer — Sichtkontrolle, Kontrolle, Revision, Druckprüfung — nur mit ein paar anderen Zahlen als vorher.
Die vier Stufen, laut Norm
Die Erstprüfung ausgenommen — eine einmalige Prüfung bei Inbetriebnahme, nicht wiederkehrend — gliedert die Norm die Instandhaltung in vier wiederkehrende Stufen, jede mit eigenem Intervall und eigener Zuständigkeit.
- 01
Sichtkontrolle
gemäß einem risikoangemessenen Plan (in der Praxis monatlich)
Personal vor Ort
- 02
Periodische Kontrolle
mindestens alle 6 Monate
qualifizierter Wartungstechniker
- 03
Programmierte Revision
24 bis 72 Monate je nach Löschmittel und Behälter (60 für alle Pulver- und CO₂-Löscher)
qualifizierter Wartungstechniker
- 04
Druckprüfung
120 Monate, 72 für manche wasserbasierten Behälter
qualifizierter Wartungstechniker oder zugelassene Stelle
Die UNI 9994-1:2024 legt für die Sichtkontrolle keine feste Zahl fest: Sie verlangt einen risikoangemessenen Plan, und es ist die Praxis, die daraus in den meisten Fällen eine monatliche Kontrolle gemacht hat.
Die Neuerungen der Ausgabe 2024 im Vergleich zu 2013
Die konkreteste Änderung betrifft die Revisions- und Druckprüfungsintervalle für Pulverlöscher, aber sie ist nicht die einzige: Auch Klassifizierungen und Terminologie ändern sich.
| Was sich ändert | UNI 9994-1:2013 | UNI 9994-1:2024 |
|---|---|---|
| Revision von Pulverlöschern | 36 Monate | 60 Monate |
| Druckprüfung von Pulverlöschern | 144 Monate (12 Jahre) | 120 Monate (10 Jahre) |
| Wasserbasierte Löscher | drei Behälterkategorien, ohne Unterscheidung nach Druckbeaufschlagung | Klassifizierung nach Druckbeaufschlagung (dauerhaft/hilfsdruckbeaufschlagt), Löschmitteltyp und Behältertyp |
| Sichtkontrolle | empfohlenes Intervall von einem Monat | an das Risiko gebundenes Intervall, keine feste Zahl mehr in der Norm |
| Terminologie | „zugelassener Prototyp“ | „autorisierter Prototyp“ und „installierter Feuerlöscher“ |
Daten aus der technischen Zusammenfassung von UMAN-ANIMA zur Ausgabe 2024. Für Pulverlöscher, die am 25. Juli 2024 bereits auf dem Markt waren, nennt die Betriebsanleitung noch immer 36 Monate — und die Anleitung, sofern strenger als die Norm, hat Vorrang: Die Revision bleibt bei 36 Monaten, solange die Anleitung nicht den neuen Wert nennt. Prüfen Sie immer, was Ihr Wartungstechniker und die Betriebsanleitung sagen.
Was sich im Detail ändert, jenseits der Zahlen
Die Klassifizierung wasserbasierter Löscher ändert sich am meisten: Die Ausgabe 2013 unterschied drei Behältertypen, die von 2024 verknüpft die Art der Druckbeaufschlagung (dauerhaft oder hilfsdruckbeaufschlagt), die Art des Löschmittels (reines Wasser, Wasser mit Zusätzen oder mit neuen „fluorfreien“ Zusätzen, Zusatz in separater Kartusche) und das Behältermaterial (kunststoffummantelt oder Edelstahl/Aluminium). Das Ergebnis ist eine viel dichtere, aber auch viel genauere Tabelle darüber, was von jedem Gerätetyp zu erwarten ist.
Verfahrenstechnisch verlangt die programmierte Revision jetzt die vollständige Entfernung des Löschmittels, das zu Abfall wird, der nach Umweltrecht zu entsorgen ist, und nicht mehr wiederverwendet wird. Die Neubefüllung muss mit dem Löschmittel des autorisierten Prototyps erfolgen, und das Revisionsdatum zusammen mit dem Namen des ausführenden Unternehmens müssen dauerhaft am Gerät angebracht sein, innen wie außen.
Unverändert bleibt hingegen die Grenze, ab der ein Feuerlöscher als außer Betrieb gilt: 18 Jahre ab Herstellung, unabhängig davon, wie viele Revisionen und Druckprüfungen er in der Zwischenzeit bestanden hat. Und ein praktischer Grundsatz gilt weiterhin: Gibt die Herstelleranleitung ein engeres Intervall vor als das Höchstmaß der Norm, gilt die Anleitung.
Was sich in der Praxis für Feuerlöscher-Verantwortliche ändert
Sechs Punkte, die Sie im Kopf behalten sollten, wenn die Revision oder Kontrolle Ihres Löscherbestands die Ausgabe 2024 betrifft.
- Für viele Pulverlöscher verschiebt sich die Revision von 36 auf 60 Monate: nicht vorziehen, aber auch nicht ohne Blick in die Anleitung voraussetzen
- Für dieselben Löscher wird die Druckprüfung von 144 auf 120 Monate verkürzt: Wer das zehnte Jahr eingeplant hatte, muss jetzt früher handeln
- Wasserbasierte Löscher haben je nach Druckbeaufschlagung, Zusatz und Behältermaterial unterschiedliche Intervalle: das Datenblatt des Geräts ist die erste Anlaufstelle
- Das bei der Revision entfernte Löschmittel ist Abfall: Es wird weder im selben noch in einem anderen Löscher wiederverwendet
- Eine Kopie des Wartungsdokuments muss dem Auftraggeber übergeben werden, nicht nur beim Wartungstechniker verbleiben
- Revisionsdatum und Firmenname müssen dauerhaft angebracht sein, innen und außen am Gerät
Revision und Druckprüfung, nach Löschmittel und Behälter
Die UNI 9994-1:2024 legt je nach Löschmittel unterschiedliche Höchstintervalle fest und, bei wasserbasierten Löschern, zusätzlich nach dem Behältermaterial.
| Löschmittel | Behälter | Revision | Druckprüfung |
|---|---|---|---|
| Pulver | beliebig | 60 Monate | 120 Monate |
| Kohlendioxid (CO₂) | beliebig | 60 Monate | 120 Monate |
| Halogenierte Kohlenwasserstoffe | beliebig | 72 Monate | 120 Monate |
| Reines Wasser oder Zusatz in Kartusche | kunststoffummantelt | 60 Monate | 72 Monate |
| Reines Wasser oder Zusatz in Kartusche | Edelstahl oder Aluminium | 60 Monate | 120 Monate |
| Wasser mit gemischten Zusätzen | kunststoffummantelt | 24 Monate | 72 Monate |
| Wasser mit gemischten Zusätzen | Edelstahl oder Aluminium | 48 Monate | 120 Monate |
Gleiche Werte für dauerhafte und hilfsdruckbeaufschlagte Ausführung, mit einer Ausnahme: Bei reinem Wasser in kunststoffummanteltem Behälter mit dauerhafter Druckbeaufschlagung kommt bei 24 Monaten eine Zwischenprüfung des Zustands der inneren Kunststoffbeschichtung hinzu, die die Revision nicht vorzieht. Es handelt sich um Höchstintervalle: Die Herstelleranleitung kann engere verlangen, nie weitere.
„Jeden Monat“ ist die Praxis, nicht der Wortlaut der Norm
Weder die Ausgabe 2013 noch die von 2024 legt in der Norm ein festes Intervall für die Sichtkontrolle fest: Der Text verlangt einen risikoangemessenen Plan, und es ist der allgemeine Gebrauch, der daraus eine monatliche Kadenz gemacht hat. Sie als gesetzliche Pflicht mit genauer Zahl darzustellen, ist ein Fehler, der oft zu lesen ist, auch in guter Absicht: Die tatsächliche Kadenz entscheidet, wer den Standort verwaltet, je nach festgestelltem Risiko.
Was die Ausgabe 2024 nicht angetastet hat
Die Druckprüfung bleibt eine Festigkeitsprüfung des Behälters, in der Methode unverändert. Die Grenze für außer Betrieb bleibt bei 18 Jahren ab Herstellung. Und es bleibt dabei: Sind die Herstellerangaben strenger als das Höchstmaß der Norm, gelten sie: Die UNI 9994-1 setzt eine Obergrenze, keine Untergrenze.
Dieser Ratgeber ist Informationsmaterial: Er ersetzt weder die genannten Normen noch die Herstelleranleitung oder das Urteil einer qualifizierten Fachkraft. ToriSet organisiert Termine und Dokumente; es bestätigt keine Konformität.
Dieselben Termine, ohne die Tabelle zum Neuberechnen.
Wer bis zum Ende eines solchen Ratgebers liest, hält die Termine meist in einer Excel-Tabelle, auf einem Anhänger oder im Kopf fest. Das funktioniert, solange es wenige Geräte sind und eine einzige Person den Überblick behält. Hier steht, was sich mit einem Register ändert.
Eine Excel-Tabelle mit einem Datum pro Zeile, auf einem einzigen PC
Ein gemeinsames Register: Wer die Produktseite öffnet, sieht, was fällig ist und wer zuletzt daran gearbeitet hat
Den nächsten Termin berechnen Sie selbst neu — wenn Sie daran denken
ToriSet berechnet ihn ab der letzten Maßnahme: nach Monaten, nach Betriebsstunden oder je nachdem, was zuerst eintritt
Die Erinnerung ist ein Klebezettel oder ein Kalender
Eine E-Mail 30, 14, 7 und 1 Tag vorher — an Sie und an alle, die handeln müssen
Protokolle und Rechnungen in einem Ordner, zu suchen, wenn man sie braucht
An die Maßnahme angehängt, auf der Produktseite
Was sich von Land zu Land ändert.
Die UNI 9994-1 ist eine italienische technische Norm: Außerhalb der Landesgrenzen gilt sie nicht. Jedes Land hat seine eigene Referenz — technisch, versicherungsbezogen oder ordnungsrechtlich —, die eine ähnliche Rolle spielt. Unten stehen die ausländischen Pendants, mit dem Hinweis, dass maßgeblich die genannte Quelle bleibt, zusammen mit der Herstelleranleitung.
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Italien
Fundstellen
UNI 9994-1:2024
Die technische Norm, die seit dem 25. Juli 2024 die Ausgabe 2013 ersetzt: Sie legt die Intervalle für Sichtkontrolle, Kontrolle, Revision und Druckprüfung tragbarer und fahrbarer Löscher fest.
DM 1 settembre 2021
Schreibt die Führung des Registers der Brandschutzkontrollen vor und legt die Qualifikationsanforderungen für Wartungstechniker fest, die die UNI 9994-1 anwenden.
D.Lgs. 81/2008, art. 46
Überträgt dem Arbeitgeber die Verantwortung für den Brandschutz am Arbeitsplatz, Feuerlöscherwartung eingeschlossen.
Intervalle
Sichtkontrolle
gemäß einem risikoangemessenen Plan, in der Praxis monatlich
Personal vor Ort
Periodische Kontrolle
mindestens alle 6 Monate
qualifizierter Wartungstechniker
Programmierte Revision
60 Monate für Pulver und CO₂, 72 für halogenierte Kohlenwasserstoffe, 24 bis 60 für wasserbasierte Löscher
qualifizierter Wartungstechniker
Druckprüfung
120 Monate, 72 für manche kunststoffummantelten wasserbasierten Behälter
qualifizierter Wartungstechniker oder zugelassene Stelle
HinweisAls einziges der fünf Länder verfügt Italien über eine eigene technische Norm mit nach Löschmittel und Behälter differenzierten Intervallen. Die Grenze für außer Betrieb, von der Norm selbst festgelegt, bleibt bei 18 Jahren ab Herstellung, unabhängig von späteren Revisionen und Druckprüfungen.
Frankreich
Fundstellen
Code du travail
Überträgt dem Arbeitgeber die Löschmittel und deren Funktionsfähigkeit an Arbeitsstätten.
NF S61-919
Die technische Referenz, die der UNI 9994-1 am nächsten kommt: Sie legt die jährliche Wartung, die vertiefte Wartung nach 5 und 15 Jahren und die Werkstattrevision nach 10 Jahren fest.
Règle APSAD R4
Die versicherungstechnische Referenz für Aufstellung und Wartung: Die meisten Policen verweisen ausdrücklich darauf.
Intervalle
Jährliche Wartung (MA)
jedes Jahr
fachkundige Person
Vertiefte Wartung (MAA)
nach 5 und 15 Jahren ab Inbetriebnahme
fachkundige Person
Werkstattrevision (RA)
nach 10 Jahren, gemäß NF S61-919
fachkundige Person oder zugelassene Werkstatt
HinweisIn Frankreich ist das Hauptintervall jährlich, nicht halbjährlich wie die italienische Kontrolle, und der Vertiefungszyklus 5-10-15 Jahre entspricht nicht dem der UNI 9994-1: Setzen Sie die beiden Systeme nicht direkt gleich.
Deutschland
Fundstellen
ASR A2.2
Die deutsche Technische Regel für Arbeitsstätten zu Maßnahmen gegen Brände: Sie verlangt, dass Feuerlöscher in regelmäßigen Abständen geprüft werden, mindestens alle zwei Jahre.
DIN 14406-4
Die technische Referenz, die der UNI 9994-1 am nächsten kommt: Sie beschreibt die zweijährliche Prüfung, eine vertiefte innere Kontrolle und die Druckprüfung des Behälters.
BetrSichV
Die Betriebssicherheitsverordnung: Aus ihr folgen die wiederkehrenden Prüfungen von Druckbehältern, Feuerlöscher eingeschlossen.
Intervalle
Prüfung
mindestens alle 2 Jahre
Sachkundiger
Vertiefte innere Kontrolle
in der Praxis alle 5 Jahre, gemäß DIN 14406-4
Sachkundiger
Druckprüfung des Behälters
in der Praxis alle 10 Jahre, gemäß BetrSichV
nach BetrSichV befähigte Person
HinweisDas deutsche Bezugsintervall beträgt zwei Jahre: enger als die italienische Halbjahreskontrolle zusammen mit der UNI-Revision, aber auf einem anderen Zyklus. Die beiden Systeme lassen sich nicht Punkt für Punkt aufeinander abbilden.
Schweiz
Fundstellen
Brandschutzvorschriften VKF / AICAA
Die Schweizer Brandschutzvorschriften der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen: Die Schweiz hat keine eigene technische Norm wie die UNI 9994-1, aber diese Vorschriften übernehmen diese Rolle für tragbare Löscheinrichtungen.
OPI / VUV
Die Verordnung über die Unfallverhütung: Sie überträgt dem Arbeitgeber die Instandhaltung der Sicherheitseinrichtungen.
Intervalle
Wartung durch eine Fachperson
gemäß den Angaben des Herstellers: Seit 2015 legen die AICAA/VKF-Vorschriften kein Intervall mehr fest; Branchenverbände und kantonale Stellen empfehlen in der Praxis mindestens alle 3 Jahre
Fachperson
Verfügbarkeitskontrolle
in der Praxis alle 3 Monate
Eigentümer oder Betreiber der Liegenschaft
HinweisIn der Schweiz liegt die Zuständigkeit bei den Kantonen, und es gibt keinen einzigen der UNI 9994-1 gleichwertigen Text: Klären Sie, was die Feuerpolizei Ihres Kantons verlangt und was die Anleitung des Geräts sagt.
Österreich
Fundstellen
TRVB F 124
Die österreichische Technische Richtlinie zur ersten und erweiterten Löschhilfe: Sie regelt Ausstattung, Anbringung und wiederkehrende Überprüfung von Feuerlöschern.
ÖNORM F 1053
Die technische Referenz, die der UNI 9994-1 am nächsten kommt, 2021 aktualisiert: Sie legt die zweijährliche Überprüfung und zwei Zeitfenster für vertiefte Wartung fest.
AStV
Die österreichische Arbeitsstättenverordnung: Sie überträgt dem Arbeitgeber die Brandschutzmittel und deren Funktionsfähigkeit.
Intervalle
Überprüfung
alle 2 Jahre
qualifizierte Person
Vertiefte Wartung
zwischen dem 4. und 6. sowie zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr des Geräts, gemäß ÖNORM F 1053
qualifizierte Person
Druckprobe (Geräte mit Druckgas)
in der Praxis alle 10 Jahre
qualifizierte Person
HinweisDer österreichische Rahmen ist von den vier ausländischen der UNI 9994-1 im Detail am nächsten: Intervalle, die von einer eigenen technischen Norm festgelegt werden, nicht von einem Versicherer oder einer allgemeinen Verordnung.
Was uns am häufigsten gefragt wird.
Was ändert sich mit der UNI 9994-1:2024 gegenüber der Ausgabe 2013?
Die wichtigsten Änderungen betreffen die Revisions- und Druckprüfungsintervalle für Pulverlöscher — Revision von 36 auf 60 Monate, Druckprüfung von 144 auf 120 Monate — sowie die Klassifizierung wasserbasierter Löscher, jetzt unterschieden nach Druckbeaufschlagung, Zusatz und Behälter. Auch die Terminologie ändert sich („autorisierter Prototyp“ statt „zugelassener Prototyp“), ebenso einige Revisionsverfahren wie die vollständige Entfernung des Löschmittels.
Welche Wartungsphasen sieht die UNI 9994-1 vor?
Sichtkontrolle, periodische Kontrolle, programmierte Revision und Druckprüfung, dazu die Erstprüfung bei der ersten Inbetriebnahme. Das sind fünf verschiedene Momente mit unterschiedlichen Intervallen und Zuständigkeiten: Die Sichtkontrolle übernimmt, wer vor Ort arbeitet, die anderen ein qualifizierter Wartungstechniker oder, für die Druckprüfung, eine zugelassene Stelle.
Wie oft muss ein Feuerlöscher nach der UNI 9994-1:2024 revidiert werden?
Das hängt vom Löschmittel ab: 60 Monate für Pulver und Kohlendioxid, 72 für halogenierte Kohlenwasserstoffe, 24 bis 60 Monate für wasserbasierte Löscher je nach Zusatz und Behältermaterial. Für Pulverlöscher ist das eine Verlängerung gegenüber den 36 Monaten der Ausgabe 2013.
Wie oft braucht ein Feuerlöscher eine Druckprüfung?
Das Höchstintervall beträgt 120 Monate (10 Jahre) für die meisten Löscher, 72 Monate für manche kunststoffummantelten wasserbasierten Behälter. Für Pulverlöscher ist das eine Verkürzung gegenüber den 144 Monaten (12 Jahre) der Ausgabe 2013: Wer das zehnte Lebensjahr des Geräts eingeplant hatte, muss jetzt früher handeln.
Gilt die UNI 9994-1 auch außerhalb Italiens?
Nein — sie ist eine italienische technische Norm. Andere Länder haben eigene Referenzen mit ähnlicher Rolle: die NF S61-919 und die Versicherungsregel APSAD R4 in Frankreich, die DIN 14406-4 in Deutschland, die ÖNORM F 1053 in Österreich, die AICAA/VKF-Vorschriften in der Schweiz — aber keine deckt sich Punkt für Punkt mit der UNI 9994-1: Die Intervalle und die Zyklen der vertieften Wartung sind nicht dieselben.
Berücksichtigt ToriSet die neuen Intervalle?
ToriSet hilft Ihnen, die Fristen der jeweils anwendbaren Norm einzuhalten: Sie erfassen jeden Löscher mit Löschmittel und Behältertyp, und von dort werden die Revisions- und Druckprüfungstermine mit den richtigen Intervallen berechnet, mit automatischen Erinnerungen und einem digitalen Protokoll der Arbeiten am richtigen Gerät. Die Arbeiten selbst bleiben Aufgabe des qualifizierten Technikers.
Die Intervalle haben sich geändert. Weiß Ihr Register schon davon?
Mit der Ausgabe 2024 verschieben sich Revisions- und Druckprüfungstermine für viele Pulverlöscher. Führen Sie jedes Gerät, sein Löschmittel und seinen Behälter in einem einzigen digitalen Register: Die Termine berechnen sich mit dem richtigen Intervall, und die Erinnerungen kommen, bevor es zu spät ist.
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