Eine Brandschutzklappe schließt das Loch, das der Lüftungskanal lässt — aber nur, wenn jemand sie auslöst.
Die Brandschutzklappe ist das einzige Bauteil des Brandschutzkonzepts, das über einer abgehängten Decke wohnt, sich in seinem ganzen Leben einmal bewegt und in der Zwischenzeit Staub ansetzt. Hier steht, was Klappe, Tür und motorisch betriebener Abschluss unterscheidet, welche Prüfpunkte eine Funktionsprüfung hat — Schmelzlot, thermische Auslösung, Magnet, Stellantrieb, intumeszierende Dichtungen —, wer sie durchführen darf und was danach schriftlich bleibt. Und Land für Land: wo ein Intervall aus einer Regel kommt und wo aus der Herstelleranleitung.
Klappe, Clapet, Volet, Tür: was jeweils wirklich gemeint ist
Jede Lüftungsleitung, die eine feuerwiderstandsfähige Wand oder Decke durchdringt, reißt eine Lücke in die Abschottung: Dort strömt Luft durch — und mit der Luft kämen Rauch und Flammen. Die Brandschutzklappe ist das Bauteil, das diese Lücke im Kanal schließt, sobald das Feuer kommt, und der Wand die Klassifizierung zurückgibt, die sie im Plan hatte. Sie ist das einzige Abschottungsbauteil, das niemand sieht: über einer abgehängten Decke, hinter einem Gitter, im Schacht.
Der Wortschatz wechselt von Land zu Land, und daher kommt die Hälfte der Missverständnisse. In Frankreich ist der clapet coupe-feu die Klappe in der Lüftungsleitung, der volet coupe-feu dagegen das von der Sicherheitszentrale angesteuerte bewegliche Element an einer Abluft- oder Entrauchungsleitung. Im Italienischen deckt „serranda tagliafuoco“ beides ab, mitunter sogar den Rolltorabschluss einer Wandöffnung. Im Deutschen heißt das Bauteil im Kanal Brandschutzklappe, die Tür bleibt Brandschutztür.
Die Unterscheidung ist nicht sprachlicher Natur: Sie entscheidet, welche Regel gilt — und damit über das Intervall. Für Türen und Tore setzt die ASR A1.7 in Deutschland eine klare Obergrenze von zwölf Monaten, für Brandschutzklappen gibt es keine bundesweit einheitliche Zahl: Dort gelten die Produktnorm DIN EN 15650 und vor allem die Anleitung des Herstellers. Wer einen Wartungsplan schreibt, sollte also zuerst wissen, welches der beiden Bauteile vor ihm hängt.
Schmelzlot, Magnet, Stellantrieb: wie eine Klappe den Schließbefehl bekommt
Eine Brandschutzklappe kann auf zwei verschiedenen Wegen schließen, und fast immer hat sie beide. Der erste ist mechanisch und örtlich: Ein Schmelzlot — ein Element, das bei der vom Hersteller angegebenen Temperatur nachgibt — gibt eine Feder frei, die das Klappenblatt bis in den Anschlag dreht. Dieser Weg braucht weder Strom noch Signal und funktioniert deshalb noch, wenn das Feuer die Versorgung längst mitgenommen hat.
Der zweite ist elektrisch: Ein Stellantrieb oder ein Magnet hält das Blatt offen, solange Spannung anliegt, und gibt es frei, sobald die Brandmeldezentrale den Befehl gibt oder die Versorgung ausfällt. In Frankreich heißen so angesteuerte Bauteile DAS, dispositifs actionnés de sécurité; für Klappen setzen der Arrêté du 22 mars 2004 modifié und die Normen NF S 61-937-1 und NF S 61-937-5 den Rahmen.
Beide Wege gehören geprüft, und mit dem Schließen ist die Prüfung nicht zu Ende. Eine Klappe, die schließt, sich aber nicht zurücksetzen lässt, bleibt zu und nimmt dem Raum die Lüftung; eine Klappe, die schließt, ihre Endlage aber nicht an die Zentrale meldet, lässt den Betreiber ohne Nachweis dastehen. Schließen, Rückstellen und Melden sind drei getrennte Ergebnisse — ein ordentliches Prüfprotokoll führt sie auch getrennt auf.
Die Prüfpunkte einer Funktionsprüfung
Was eine Fachkraft Klappe für Klappe ansieht. Die Punkte sind überall dieselben; es ändern sich nur das Intervall und der Name dessen, der unterschreibt.
- Das Schmelzlot ist vorhanden, unversehrt und vom Typ, den der Hersteller vorschreibt — nicht durch ein Allerweltsteil ersetzt
- Stellantrieb oder Magnet gibt das Blatt auf Befehl der Zentrale und bei Spannungsausfall frei
- Das Klappenblatt läuft vollständig in den Anschlag, und nichts behindert die Dichtheit im Kanal
- Intumeszierende Dichtungen sind unversehrt, nicht überstrichen und nicht mit Staub oder Fett zugesetzt
- Das Rückstellen bringt die Klappe in Betriebsstellung, und der Endschalter meldet den Zustand an die Zentrale
- Die Revisionsöffnung ist erreichbar und wieder verschließbar, das Typenschild mit Modell und Klassifizierung lesbar
- Das Ergebnis wird sofort notiert — mit Datum, Kennzeichnung der Klappe und Namen der prüfenden Person
Die zugebaute Revisionsöffnung ist der teuerste Fehler
Eine Klappe, die niemand erreicht, wird auch nicht geprüft: Die von einer abgehängten Decke, einer nachträglich verlegten Leitung oder einem Regal zugestellte Revisionsöffnung ist der häufigste Grund, warum eine Prüfung ausfällt oder mit einem „nicht zugänglich“ endet, das keiner mehr liest. Die beiden anderen Klassiker: Staub und Fett, die sich in Küche oder Werkstatt auf dem Blatt absetzen und den Anschlag verhindern, und das Streichen eines ganzen Raums, das die intumeszierende Dichtung überzieht oder die Achse verklebt. In allen drei Fällen ist die Klappe eingebaut und klassifiziert — sie schließt nur nicht.
Wer was macht, von der Sichtkontrolle bis zum Prüfprotokoll
Auch das ist keine einzelne Tätigkeit: Ein Teil liegt beim Personal vor Ort, der Rest bei einer Fachkraft. Die Angaben unten folgen der deutschen Praxis; der Länderblock weiter unten zeigt, wie sie sich anderswo verschieben.
- 01
Sichtkontrolle
gemäß internem Plan (in der Praxis zusammen mit den übrigen Brandschutzeinrichtungen)
das Personal vor Ort
- 02
Funktionsprüfung
gemäß Herstellerangaben; in Frankreich mindestens einmal im Jahr
Fachfirma oder Errichter
- 03
Wartung und Instandsetzung
sobald die Prüfung einen Mangel findet oder die Anleitung es verlangt
Fachfirma
- 04
Dokumentation der Maßnahme
bei jeder Prüfung oder Wartung
die prüfende Fachkraft, gemeinsam mit dem Betreiber
- 05
Fortschreibung des Plans
wenn sich Anlage, Nutzung des Raums oder eingebautes Modell ändern
die für das Gebäude verantwortliche Person
Für die Sichtkontrolle gibt es keine gesetzliche Zahl: Sie soll zwischen zwei Prüfungen auffangen, was man sehen kann — angefangen bei der Revisionsöffnung, die inzwischen hinter irgendetwas verschwunden ist.
Die Intervalle im Überblick, Land für Land
Die Einzelheiten — Regeln, Zuständige, Vorbehalte — stehen im Länderblock weiter unten. Hier die Übersicht auf einen Blick.
| Land | Klappen im Lüftungskanal | Türen und Brandschutzabschlüsse | Wer prüft |
|---|---|---|---|
| Italien | gemäß Herstelleranleitung und UNI EN 15650 | mindestens alle 6 Monate (UNI 11473) | qualifizierter Wartungstechniker |
| Frankreich | mindestens einmal im Jahr | mindestens einmal im Jahr (NF S 61-933) | fachkundige Person oder Errichter |
| Deutschland | gemäß Herstellerangaben und DIN EN 15650 | höchstens alle 12 Monate (ASR A1.7) | Sachkundiger |
| Schweiz | gemäß Anleitung und kantonalen Vorschriften | gemäß Anleitung und kantonalen Vorschriften | Fachfirma |
| Österreich | gemäß Anleitung und Produktnorm | gemäß Anleitung und Produktnorm | qualifizierte Person |
Das sind Orientierungswerte, keine Liste einheitlicher Pflichten: Von den fünf Ländern setzt nur Frankreich für Klappen im Kanal ein ausdrückliches Mindestintervall. Wo die Zelle auf die Anleitung verweist, liegt das daran, dass keine nationale Regel eine Zahl nennt — und eine erfundene Zahl kostet mehr als ein Verweis auf die Quelle.
Der Plan kommt aus der Anleitung, der Nachweis bleibt im Protokoll
Novoferm veröffentlicht für seine Brandschutzabschlüsse eine frei zugängliche Wartungsanleitung mit den Prüfpunkten und Intervallen des Produkts; bei ASSA ABLOY deckt die öffentliche Dokumentation vor allem den Normenrahmen NF S 61-937 ab, während die Anleitung zum einzelnen Modell meist über den Fachhandel läuft. In beiden Fällen zählt das Dokument zum tatsächlich eingebauten Produkt, erkennbar am Typenschild: Es ist genauer als jede allgemeine Regel, weil es genau diese Klappe beschreibt. Nach der Prüfung bleiben der Anhänger am Bauteil, das Protokoll der Fachkraft und — in Frankreich — der Eintrag im registre de sécurité.
Dieser Ratgeber ist Informationsmaterial: Er ersetzt weder die genannten Normen noch die Herstelleranleitung oder das Urteil einer qualifizierten Fachkraft. ToriSet organisiert Termine und Dokumente; es bestätigt keine Konformität.
Dieselben Termine, ohne die Tabelle zum Neuberechnen.
Wer bis zum Ende eines solchen Ratgebers liest, hält die Termine meist in einer Excel-Tabelle, auf einem Anhänger oder im Kopf fest. Das funktioniert, solange es wenige Geräte sind und eine einzige Person den Überblick behält. Hier steht, was sich mit einem Register ändert.
Eine Excel-Tabelle mit einem Datum pro Zeile, auf einem einzigen PC
Ein gemeinsames Register: Wer die Produktseite öffnet, sieht, was fällig ist und wer zuletzt daran gearbeitet hat
Den nächsten Termin berechnen Sie selbst neu — wenn Sie daran denken
ToriSet berechnet ihn ab der letzten Maßnahme: nach Monaten, nach Betriebsstunden oder je nachdem, was zuerst eintritt
Die Erinnerung ist ein Klebezettel oder ein Kalender
Eine E-Mail 30, 14, 7 und 1 Tag vorher — an Sie und an alle, die handeln müssen
Protokolle und Rechnungen in einem Ordner, zu suchen, wenn man sie braucht
An die Maßnahme angehängt, auf der Produktseite
Was sich von Land zu Land ändert.
Für Brandschutzklappen gibt es in Europa kein einheitliches Intervall: Frankreich setzt ein ausdrückliches, Italien und Deutschland verweisen auf die Produktnorm und die Herstelleranleitung, die Schweiz und Österreich auf die örtliche Regelung. Wo keine nationale Quelle eine Zahl festlegt, steht unten der Verweis auf diese Quelle statt einer erfundenen Frist; maßgeblich bleiben die genannte Regel und die Anleitung des Geräts.
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Italien
Fundstellen
UNI EN 15650
Die Produktnorm für Brandschutzklappen in Lüftungsanlagen: Sie legt Anforderungen und Kennzeichnung fest und verlangt vom Hersteller Einbau- und Wartungsanweisungen für das Gerät.
UNI 11473
Die italienische Norm für Einbau und Instandhaltung feuerhemmender Türen und Fenster: Für Türen setzt sie eine wiederkehrende Kontrolle mindestens alle sechs Monate. Klappen in Lüftungsleitungen deckt sie nicht ab.
DM 1 settembre 2021
Das italienische „Kontrolldekret“: Es schreibt die Führung des Registers der Brandschutzkontrollen und die Qualifikation der ausführenden Person vor. Für Brandschutzklappen legt es kein eigenes Intervall fest.
D.Lgs. 81/2008, art. 46
Überträgt dem Arbeitgeber den Brandschutz am Arbeitsplatz, einschließlich der Instandhaltung der Einrichtungen.
Intervalle
Funktionsprüfung der Klappe
gemäß Herstelleranleitung und Wartungsplan: Für Klappen nennt keine italienische Regel eine Zahl
qualifizierte Fachkraft
Wiederkehrende Kontrolle der Brandschutztüren
mindestens alle 6 Monate, nach UNI 11473
qualifizierter Wartungstechniker
Sichtkontrolle
gemäß internem Plan des Betriebs
Personal vor Ort
Dokumentation der Maßnahme
bei jeder Prüfung oder Wartung
die prüfende Fachkraft, gemeinsam mit dem Betreiber
HinweisFür Klappen ist das Intervall keine gesetzliche Zahl: Es kommt aus der Herstelleranleitung und dem Wartungsplan und gehört in den Plan, bevor es im Kalender steht. Der Nachweis der Maßnahme sind der Anhänger an der Klappe und das Protokoll der Fachkraft; das Register der Brandschutzkontrollen bleibt die allgemeine Pflicht des Betriebs.
Frankreich
Fundstellen
Arrêté du 22 mars 2004 modifié
Der französische Text zum Feuerwiderstand von Bauprodukten und Bauteilen: Er ist die Referenz, die zusammen mit den Normen NF S 61-937 für die wiederkehrende Prüfung der Brandschutzklappen herangezogen wird.
NF S 61-937-1
Der allgemeine Teil der Reihe zu den sicherheitsgesteuerten Bauteilen (DAS): Er legt fest, was ein von der Sicherheitszentrale angesteuertes Bauteil leisten muss und wie seine Funktion geprüft wird.
NF S 61-937-5
Der Teil zu fernbetätigten Klappen: Er beschreibt Funktion und Prüfung der im Kanal eingebauten Brandschutzklappe.
EN 15650
Die europäische Produktnorm für Brandschutzklappen in der Lüftung, zusammen mit den vorgenannten als Referenz für das Gerät genannt.
NF S 61-933
Die Betriebs- und Instandhaltungsregeln für Brandmelde- und Sicherheitssysteme (SSI): Grundlage der jährlichen Wartung selbstschließender Brandschutztüren und ihrer angesteuerten Bauteile.
Arrêté du 25 juin 1980
Die Sicherheitsverordnung für öffentlich zugängliche Gebäude (ERP): Sie verlangt, die Einrichtungen funktionsfähig zu halten und die Prüfungen im registre de sécurité einzutragen.
Intervalle
Prüfung der Brandschutzklappen
mindestens einmal im Jahr
fachkundige Person oder Errichter
Wartung selbstschließender Brandschutztüren und ihrer angesteuerten Bauteile
mindestens einmal im Jahr, nach NF S 61-933
fachkundige Person
Sichtkontrolle
gemäß internem Plan des Betriebs
Personal vor Ort
Eintrag im registre de sécurité
bei jeder Prüfung
Betreiber des ERP
HinweisFrankreich ist das einzige der fünf Länder mit einem ausdrücklichen Mindestintervall für Klappen. Zwei Angaben kursieren dabei zu Unrecht: Das Kürzel „IT 246“ betrifft nicht die Brandschutzklappen, und ein allgemeines halbjährliches Intervall für klassifizierte Industrieanlagen ist nicht bestätigt — bei einer ICPE gilt das Intervall aus dem eigenen arrêté préfectoral, und das gehört gelesen.
Deutschland
Fundstellen
DIN EN 15650
Die Produktnorm für Brandschutzklappen in der Lüftung: Sie legt Anforderungen und Kennzeichnung fest und verweist für die Instandhaltung auf die Angaben des Herstellers.
ASR A1.7
Die Technische Regel für Arbeitsstätten zu Türen und Toren: Sie verlangt, dass Brand- und Rauchschutztüren und -tore in Abständen von höchstens zwölf Monaten geprüft und gewartet werden.
DIN 14677-1
Die Norm zu Feststellanlagen, die Abschlüsse bis zum Alarm offen halten: Sie sieht eine monatliche Funktionsprüfung durch den Betreiber vor, nach zwölf mängelfreien Kontrollen auf drei Monate verlängerbar.
DIN 14677-2
Sie ergänzt die jährliche Prüfung durch eine Fachkraft für Feststellanlagen, deren Befähigungsnachweis fünf Jahre gilt.
Intervalle
Funktionsprüfung der Brandschutzklappe
gemäß Herstellerangaben und DIN EN 15650: ein bundesweit einheitliches Intervall ist nicht ersichtlich
Fachfirma
Prüfung von Brand- und Rauchschutztüren und -toren
höchstens alle 12 Monate, nach ASR A1.7
Sachkundiger
Funktionsprüfung der Feststellanlagen
monatlich, nach 12 mängelfreien Kontrollen auf 3 Monate verlängerbar
Betreiber oder beauftragte Person
Jährliche Prüfung der Feststellanlagen
einmal im Jahr
Fachkraft für Feststellanlagen
HinweisFür Brandschutzklappen gibt es in Deutschland kein bundesweit einheitliches Intervall: Die Lüftungsanlagen-Richtlinien der einzelnen Länder können eines vorgeben — prüfen Sie also vor dem Wartungsplan, was Ihr Land verlangt und was das Anlagenbuch der Klappe sagt. Bei Türen dagegen sind die zwölf Monate der ASR A1.7 eine Obergrenze, kein Ziel.
Schweiz
Fundstellen
Brandschutzvorschriften VKF / AICAA
Die Schweizer Brandschutzvorschriften: Sie übertragen dem Eigentümer die Instandhaltung der Abschottungsbauteile, Klappen im Kanal eingeschlossen, ohne ein landesweit einheitliches Intervall festzulegen.
EN 15650
Die europäische Produktnorm, auch in der Schweiz angewendet: Maßgeblich für die Praxis bleiben die Wartungsangaben des Herstellers.
Intervalle
Wartung und Funktionsprüfung
gemäß Herstelleranleitung und dem, was Brandschutzvorschriften und kantonale Behörde verlangen
Fachfirma
Sichtkontrolle
gemäß internem Plan des Betriebs
Personal vor Ort
HinweisIn der Schweiz liegt die Zuständigkeit bei den Kantonen, und ein einheitliches bundesweites Intervall für Brandschutzklappen ist nicht ersichtlich: Klären Sie vor der Planung, was die Feuerpolizei Ihres Kantons verlangt, was das Anlagenbuch sagt und — bei versicherten Gebäuden — was die kantonale Versicherung fordert. Hier finden Sie keine Zahl, weil wir keine gesicherte haben.
Österreich
Fundstellen
EN 15650
Die europäische Produktnorm für Brandschutzklappen in der Lüftung, auch in Österreich angewendet: Die Wartungsanforderungen kommen aus den Angaben des Herstellers.
ÖNORM B 3850
Die österreichische Norm zu drehbaren Brandschutzabschlüssen: Sie legt die Anforderungen an das Bauteil fest und verweist für die Instandhaltung auf die Angaben des Herstellers.
Intervalle
Wartung und Funktionsprüfung
gemäß Herstellerangaben und Produktnorm
qualifizierte Person
Sichtkontrolle
gemäß internem Plan des Betriebs
Personal vor Ort
HinweisFür österreichische Brandschutzklappen liegt uns keine bestätigte TRVB-Richtlinie mit eigenem Intervall vor: Solange sie nicht gelesen ist, gilt das Intervall aus der Herstelleranleitung, abgestimmt mit dem Brandschutzbeauftragten des Betriebs und der zuständigen Behörde.
Was uns am häufigsten gefragt wird.
Wie oft muss eine Brandschutzklappe geprüft werden?
Das hängt vom Land und vom Bauteil ab. In Frankreich werden Brandschutzklappen mindestens einmal im Jahr geprüft, nach dem Arrêté du 22 mars 2004 modifié und den Normen NF S 61-937. In Deutschland und Italien nennt keine nationale Quelle eine Zahl für Klappen im Lüftungskanal: Das Intervall kommt aus der Herstelleranleitung und dem Wartungsplan. Für Türen und Abschlüsse gibt es dagegen Zahlen: höchstens alle zwölf Monate in Deutschland nach ASR A1.7, mindestens alle sechs Monate in Italien nach UNI 11473. In der Schweiz und in Österreich gelten wieder Anleitung und örtliche Behörde.
Was ist der Unterschied zwischen Brandschutzklappe, Brandschutztür und Rolltorabschluss?
Die Brandschutzklappe sitzt in der Lüftungsleitung — auf Französisch clapet coupe-feu. Der volet coupe-feu ist das von der Sicherheitszentrale angesteuerte bewegliche Element an einer Abluft- oder Entrauchungsleitung. Die Brandschutztür ist der Abschluss einer begehbaren Öffnung, der Rolltorabschluss sperrt eine breitere Wandöffnung. Verschiedene Bauteile mit verschiedenen Regeln: Sie zu verwechseln heißt, dem einen das Intervall des anderen zu geben.
Was wird bei einer Brandschutzklappe geprüft?
Ob das Schmelzlot vorhanden, unversehrt und vom vorgeschriebenen Typ ist; ob Stellantrieb oder Magnet das Blatt auf Befehl der Zentrale und bei Spannungsausfall freigibt; ob das Blatt vollständig in den Anschlag läuft; ob die intumeszierenden Dichtungen unversehrt und nicht überstrichen, verstaubt oder verfettet sind; ob das Rückstellen die Klappe in Betriebsstellung bringt und der Endschalter den Zustand meldet; ob die Revisionsöffnung erreichbar und das Typenschild lesbar ist. Schließen, Rückstellen und Melden werden im Protokoll getrennt festgehalten.
Wo finde ich die Wartungsanleitung von Novoferm oder ASSA ABLOY?
Bei den Herstellern selbst. Novoferm veröffentlicht auf der eigenen Website eine frei zugängliche Wartungsanleitung für seine Brandschutzabschlüsse; bei ASSA ABLOY deckt die öffentliche Dokumentation vor allem den Normenrahmen NF S 61-937 ab, während die Anleitung zum einzelnen Modell meist über den Fachhandel kommt. In beiden Fällen zählt das Dokument zum tatsächlich eingebauten Produkt, erkennbar am Typenschild: Zwei Modelle derselben Marke können unterschiedliche Prüfpunkte und Intervalle haben.
Wer darf eine Brandschutzklappe prüfen?
Eine auf das Bauteil geschulte Fachkraft, nicht der allgemeine Lüftungsdienstleister: Geprüft werden eine Sicherheitsauslösung und ihre Anbindung an die Brandmeldezentrale. In Deutschland spricht man vom Sachkundigen, in Frankreich von der fachkundigen Person für angesteuerte Bauteile, in Italien vom qualifizierten Wartungstechniker — mit Anforderungen aus der UNI 11473 für Türen und aus der Herstelleranleitung für Klappen. Die Sichtkontrolle darf dagegen geschultes eigenes Personal übernehmen.
Hält ToriSet die Termine der Brandschutzklappen für mich ein?
ToriSet hilft Ihnen, sie einzuhalten: Sie erfassen jede Klappe mit Modell, Standort und der Leitung, in der sie sitzt, und berechnen von dort die nächste Prüfung ab der letzten durchgeführten, bekommen rechtzeitig eine Erinnerung und behalten das Protokoll beim richtigen Bauteil. Der Plan kommt aus der Herstelleranleitung, die Prüfung bleibt Sache der Fachkraft, und das vorgeschriebene Register bleibt Ihre Pflicht.
Dreißig Klappen über einer Decke, je ein eigener Termin.
Im Kopf lässt sich das nicht halten, und in der Tabelle geht die Kennzeichnung der Klappe verloren. Führen Sie alle in einem einzigen Register: Die nächste Prüfung ergibt sich aus der letzten, die Erinnerung kommt rechtzeitig und das Protokoll bleibt beim richtigen Bauteil.
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