Ein Feuerlöscher hat kein Ablaufdatum, sondern eine Lebensdauer.
„Wie lange hält ein Feuerlöscher?“ hat drei verschiedene Antworten, und keine davon steht als Datum auf dem Gerät. Die Wartung gilt höchstens zwei Jahre, der Eingriff am Behälter kommt nach etwa zehn Jahren, und das Gerät selbst hält zwanzig Jahre oder mehr. Hier steht, was wirklich abläuft, ab welchem Datum gezählt wird, wann ein Löscher ausgetauscht statt instand gesetzt wird und wie er entsorgt wird — in Deutschland, Italien, Frankreich, der Schweiz und Österreich.
Auf dem Feuerlöscher steht nicht, wann er abläuft: Es steht darauf, wann er gebaut wurde
Ein Feuerlöscher trägt nirgends ein Verfallsdatum. Was er trägt, ist das auf dem Behälter eingeprägte Herstellungsjahr und ein Prüfanhänger mit der letzten durchgeführten Maßnahme: Alles Weitere rechnet sich aus diesen beiden Angaben. Das „Ablaufen“, von dem im Gespräch mit der Fachfirma die Rede ist, ist kein Datum des Geräts, sondern das Ende eines Instandhaltungsintervalls.
Und Intervalle gibt es mehrere. Die Wartung stellt fest, dass der Löscher heute funktionsfähig ist; die innere Prüfung öffnet ihn, erneuert das Löschmittel und ersetzt die Verschleißteile; die Druckprüfung belastet den Behälter selbst. Die Lebensdauer ist noch einmal etwas anderes: die Zeitspanne, nach der der Hersteller das Gerät nicht mehr gewährleistet — sie beendet die Laufbahn des Löschers auch dann, wenn alle Termine eingehalten wurden.
Der Unterschied schlägt sich in der Rechnung nieder. Ein „abgelaufener“ Löscher, bei dem nur die Wartung überfällig ist, wird gewartet und kehrt an seinen Haken zurück; ein Löscher am Ende seiner Lebensdauer wird ersetzt und entsorgt — Kosten und Ablauf haben miteinander nichts zu tun.
Was wie lange hält — und was am Ende des Intervalls passiert
Die vier Laufzeiten eines Feuerlöschers, von der kürzesten zur längsten. Die ersten drei wiederholen sich über das gesamte Geräteleben; die letzte beendet es.
| Was | Wie lange | Ab welchem Datum | Am Ende des Intervalls |
|---|---|---|---|
| Der Gerätezustand (Wartung) | höchstens 2 Jahre | ab der letzten auf dem Prüfanhänger dokumentierten Wartung | die Wartung wird wiederholt: ein Termin der Instandhaltung, nicht des Löschers |
| Das Löschmittel (Füllung) | wird bei der inneren Prüfung erneuert — laut Hersteller in der Regel nach 4 Jahren (Dauerdruck) oder 5 Jahren (Aufladelöscher) | ab der letzten inneren Prüfung | der Löscher wird neu befüllt und geht zurück in den Betrieb |
| Die Verschleißteile (Dichtungen, Ventil, Schlauch, Düse) | werden bei der Wartung ersetzt, früher, wenn die Prüfung es verlangt | ab der letzten Maßnahme des Sachkundigen | sie werden ersetzt: keines dieser Teile nimmt das Gerät außer Betrieb |
| Der Behälter | Druckprüfung nach BetrSichV und Herstelleranleitung, in der Regel alle 10 Jahre | ab dem auf dem Behälter eingeprägten Prüfjahr | er wird geprüft; besteht er nicht, geht der Löscher endgültig außer Betrieb |
| Das Gerät als Ganzes (Lebensdauer) | 20 Jahre bei Dauerdrucklöschern, 25 Jahre bei Aufladelöschern und CO₂ — Richtwert der Hersteller | ab dem eingeprägten Herstellungsdatum | es wird ersetzt und entsorgt: keine Wartung macht ein Gerät jünger |
Das Wartungsintervall folgt der DIN 14406-4 und der ASR A2.2. Innere Prüfung und Druckprüfung folgen der BetrSichV in Verbindung mit der Herstelleranleitung — die verbindlichen Zahlen für Ihr Gerät stehen dort, die hier genannten 4, 5 und 10 Jahre sind die üblichen Werte. Eine gesetzliche Lebensdauer gibt es nicht: Die 20 und 25 Jahre sind ein Richtwert der Hersteller. Die italienischen, französischen, schweizerischen und österreichischen Intervalle stehen im Länderblock weiter unten.
Die zehn Jahre, von denen überall die Rede ist
In Frankreich heißt es „validité dix ans“, in Italien spricht man von einer Druckprüfung nach 120 Monaten, in Deutschland von der zehnjährigen Druckprüfung. Die Zahl zehn kehrt in halb Europa wieder und meint überall dasselbe: den Eingriff, der den Behälter betrifft — also das einzige Teil, das sich nicht ersetzen lässt, ohne den Löscher zu ersetzen.
In Deutschland folgt die Druckprüfung der BetrSichV und den Angaben des Herstellers, die sie in der Regel bei zehn Jahren ansetzen. In Frankreich sieht der Arrêté vom 25. Juni 1980 (Art. MS 38) eine jährliche Prüfung und alle zehn Jahre eine vollständige Revision durch eine fachkundige Person oder Stelle vor. In Italien setzt die UNI 9994-1:2024 die Druckprüfung auf 120 Monate, gerechnet ab dem auf dem Behälter eingeprägten Jahr.
Daraus entsteht das verbreitetste Missverständnis: Wer „zehn Jahre“ liest, denkt an ein Verschrottungsdatum. Ein Löscher, der diese Prüfung besteht, startet in einen weiteren Zyklus — mit neuem Prägestempel. Erst wenn er sie nicht besteht oder der Hersteller seine Lebensdauer für beendet erklärt, endet seine Laufbahn.
Das Leben eines Feuerlöschers, vom Prägestempel bis zur Entsorgung
Fünf Stationen, der Reihe nach. Die drei mittleren wiederholen sich zwanzig Jahre lang; die erste und die letzte gibt es nur einmal.
- 01
Herstellung und Inbetriebnahme
das auf dem Behälter eingeprägte Jahr ist der Nullpunkt für alles Weitere
Hersteller, danach der aufstellende Betrieb
- 02
Sichtkontrolle
gemäß Gefährdungsbeurteilung des Betriebs
Personal vor Ort
- 03
Wartung (Instandhaltung)
höchstens alle 2 Jahre, ab der letzten dokumentierten Wartung
Sachkundiger
- 04
Innere Prüfung und Druckprüfung
nach BetrSichV und Herstelleranleitung: in der Regel 4 bis 5 Jahre beziehungsweise 10 Jahre
Sachkundiger oder Werkstatt des Herstellers
- 05
Ausmusterung und Entsorgung
wenn die Druckprüfung nicht bestanden wird, das Gerät nicht mehr konform ist oder die Lebensdauer abgelaufen ist
Sachkundiger, danach ein zugelassener Entsorgungsweg
Das sind die deutschen Intervalle. In den anderen Ländern ändern sich sowohl die Bezeichnungen der Stufen als auch die Abstände — der Länderblock unten stellt sie nebeneinander.
Wann sich der Austausch mehr lohnt als die Instandsetzung
Keines dieser Anzeichen ist ein Termin: Es sind die Fälle, in denen der Sachkundige am Gerät den Austausch vorschlägt. Die Entscheidung bleibt bei ihm, aber zu wissen, worauf er schaut, erspart die Überraschung beim Angebot.
- Das eingeprägte Herstellungsjahr nähert sich den 20 bis 25 Jahren, die der Hersteller als Lebensdauer nennt
- Der Behälter zeigt Korrosion, Beulen oder ein beschädigtes Gewinde: Das sind die Mängel, die eine Druckprüfung nicht verzeiht
- Prüfanhänger und Typenschild sind unlesbar: Ohne Identifikation lässt sich die Gerätehistorie nicht mehr nachvollziehen
- Ersatzteile sind nicht mehr erhältlich, weil das Modell seit Jahren nicht mehr gebaut wird
- Innere Prüfung und Druckprüfung zusammen kosten fast so viel wie ein neuer Löscher gleicher Löschleistung
- Das Löschmittel ist nicht mehr zulässig oder wurde ersetzt: der Fall der fluorhaltigen Schaumlöscher
Nachfüllen setzt die Uhren nicht zurück
Nach jedem Einsatz, auch nach wenigen Sekunden, muss der Löscher neu befüllt werden: eine notwendige Maßnahme, die aber weder die Druckprüfung noch das Herstellungsjahr verschiebt. Dasselbe gilt für die innere Prüfung, die Füllung und Dichtungen erneuert und das Datum des Behälters unangetastet lässt. Ein gestern befülltes Gerät kann seine Druckprüfung seit Monaten überschritten haben: Die beiden Termine wissen nichts voneinander.
Ein ausgemusterter Feuerlöscher ist kein Altmetall
Auch am Ende seines Lebens bleibt ein Feuerlöscher ein Druckbehälter mit einer Chemikalie darin. Vor allem anderen muss er von einem ausgerüsteten Fachbetrieb entleert und entgast werden: Deshalb übernimmt die Rücknahme, wer dazu befugt ist — und deshalb landet das Gerät weder im Restmüll noch im Schrottcontainer.
In Deutschland hängt die Einstufung vom Löschmittel ab. Pulver- und CO₂-Löscher gelten als ungefährlicher Abfall, was aber nicht heißt, dass sie in die kommunale Sammlung dürfen: Restmüll und gelbe Tonne bleiben tabu, es braucht in jedem Fall den Fachhandel, den Hersteller oder einen zugelassenen Sammelpunkt. Wasser-, Schaum- und Halonlöscher sind dagegen gefährlicher Abfall, und wer mehr als zwei Tonnen gefährlicher Abfälle im Jahr erzeugt, braucht eine Abfallerzeugernummer.
Anderswo sieht der Weg anders aus. In Frankreich fällt der Löscher am Ende seines Lebens unter die gefährlichen Abfälle mit dem Code 16 05 04*, Gase in Druckbehältern mit gefährlichen Stoffen. In Italien ist er ein Sonderabfall, der einem im nationalen Entsorgerverzeichnis eingetragenen Unternehmen übergeben wird und mit einem Begleitformular unterwegs ist. Fluorhaltige Schaumlöscher haben ein eigenes Kapitel — es steht im Länderblock.
Lassen Sie sich schriftlich geben, warum ausgetauscht wird
Erklärt der Sachkundige einen Löscher für nicht mehr einsatzfähig, gehört der Grund ins Prüfprotokoll: Druckprüfung nicht bestanden, Behälter korrodiert, Modell nicht mehr lieferbar. Dieses Blatt erklärt zusammen mit dem Entsorgungsnachweis im nächsten Jahr, warum im Bestand ein Gerät fehlt — und verhindert, dass ein berechtigter Austausch wie ein Verschwinden aussieht.
Dieser Ratgeber ist Informationsmaterial: Er ersetzt weder die genannten Normen noch die Herstelleranleitung oder das Urteil einer qualifizierten Fachkraft. ToriSet organisiert Termine und Dokumente; es bestätigt keine Konformität.
Dieselben Termine, ohne die Tabelle zum Neuberechnen.
Wer bis zum Ende eines solchen Ratgebers liest, hält die Termine meist in einer Excel-Tabelle, auf einem Anhänger oder im Kopf fest. Das funktioniert, solange es wenige Geräte sind und eine einzige Person den Überblick behält. Hier steht, was sich mit einem Register ändert.
Eine Excel-Tabelle mit einem Datum pro Zeile, auf einem einzigen PC
Ein gemeinsames Register: Wer die Produktseite öffnet, sieht, was fällig ist und wer zuletzt daran gearbeitet hat
Den nächsten Termin berechnen Sie selbst neu — wenn Sie daran denken
ToriSet berechnet ihn ab der letzten Maßnahme: nach Monaten, nach Betriebsstunden oder je nachdem, was zuerst eintritt
Die Erinnerung ist ein Klebezettel oder ein Kalender
Eine E-Mail 30, 14, 7 und 1 Tag vorher — an Sie und an alle, die handeln müssen
Protokolle und Rechnungen in einem Ordner, zu suchen, wenn man sie braucht
An die Maßnahme angehängt, auf der Produktseite
Was sich von Land zu Land ändert.
Weder die Lebensdauer eines Feuerlöschers noch die Intervalle, die sie gliedern, sind in Europa harmonisiert: Die Bezeichnungen der Stufen ändern sich, die Quelle ändert sich — eine Arbeitsstätten-Regel in Deutschland, eine technische Norm in Italien, ein Arrêté und eine Versicherungsregel in Frankreich, die Herstellerangaben in der Schweiz — und auch der Entsorgungsweg am Ende ändert sich. Unten steht die Orientierung Land für Land; maßgeblich bleiben die genannte Norm und die Herstelleranleitung.
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Italien
Fundstellen
UNI 9994-1:2024
Die Norm, die Sichtkontrolle, Kontrolle, Revision und Druckprüfung tragbarer Feuerlöscher definiert und deren Intervalle festlegt. Eine Lebensdauer des Geräts legt sie dagegen nicht fest.
DM 1 settembre 2021
Das italienische „Kontrolldekret“: Es schreibt die Führung des Registers der Brandschutzkontrollen vor, in dem auch der Austausch eines Geräts festgehalten wird.
D.Lgs. 152/2006, Parte IV
Das italienische Abfallrecht: Der ausgemusterte Löscher ist Sonderabfall und muss einem im nationalen Entsorgerverzeichnis eingetragenen Unternehmen mit Begleitformular übergeben werden.
Intervalle
Kontrolle
mindestens alle 6 Monate
qualifizierter Wartungstechniker
Revision
60 Monate (Pulver und CO₂), 72 Monate (halogenierte Löschmittel), 24 bis 60 Monate bei wasserbasierten Geräten
qualifizierter Wartungstechniker
Druckprüfung
120 Monate, 72 für wasserbasierte Löscher mit kunststoffummanteltem Behälter
qualifizierter Wartungstechniker
Ausmusterung und Entsorgung
wenn die Druckprüfung nicht bestanden wird oder der Techniker das Gerät für nicht mehr geeignet erklärt
im nationalen Entsorgerverzeichnis eingetragenes Unternehmen
HinweisIn Italien legt keine Norm ein Höchstalter für einen Feuerlöscher fest: Das Gerät geht außer Betrieb, wenn es die Druckprüfung nicht besteht, nicht mehr konform ist oder der Hersteller seine Lebensdauer für beendet erklärt. Die Intervalle oben stammen aus der UNI 9994-1:2024 und werden im eigenen Ratgeber zu den Prüffristen Stufe für Stufe erklärt; bei Pulverlöschern, die vor dem 25. Juli 2024 hergestellt wurden, bleibt die Revision bei 36 Monaten, wenn die Anleitung diesen Wert nennt.
Frankreich
Fundstellen
Arrêté du 25 juin 1980, art. MS 38
Der maßgebliche Text für Versammlungsstätten (ERP): Ein Feuerlöscher ist jährlich zu prüfen und alle zehn Jahre durch eine fachkundige Person oder Stelle vollständig zu revidieren, mit datiertem Etikett und Eintrag im Sicherheitsregister.
Code du travail, art. R4227-39
Verlangt wiederkehrende Prüfungen des Brandschutzmaterials mit Dokumentation im Sicherheitsregister: Die Branche führt diese Vorschrift gemeinsam mit dem ERP-Arrêté als Grundlage der jährlichen Feuerlöscherprüfung im Betrieb an.
NF S 61-919
Die Bezugsnorm der Branche für den Inhalt der Instandhaltung tragbarer Feuerlöscher und für die Qualifikation der ausführenden Person. Das Zehnjahresintervall stammt dagegen aus dem Arrêté MS 38.
Règle APSAD R4
Die französische Versicherungsregel für Aufstellung und Instandhaltung tragbarer Feuerlöscher: Sie empfiehlt eine vierteljährliche Sichtkontrolle durch geschultes eigenes Personal — eine Anforderung des Versicherers, keine gesetzliche Pflicht.
Intervalle
Jährliche Prüfung (vérification annuelle)
alle 12 Monate
fachkundige Person oder Stelle
Zehnjährige Revision (révision décennale)
alle 10 Jahre, mit erneuter Kennzeichnung des Geräts
fachkundige Person oder Stelle
Interne Sichtkontrolle
vierteljährlich, nach der Versicherungsregel APSAD R4
geschultes eigenes Personal
Ende der Nutzung
bei der Außerbetriebnahme: Entleeren und Entgasen vor jeder weiteren Behandlung
für gefährliche Abfälle zugelassener Fachbetrieb
HinweisDie „zehn Jahre“ der révision décennale sind kein Verfallsdatum des Geräts: Ein Löscher, der die Revision besteht, geht zurück in den Betrieb. Am Ende seines Lebens fällt er dagegen unter die gefährlichen Abfälle mit dem Code 16 05 04* (Gase in Druckbehältern mit gefährlichen Stoffen): weder Hausmüll noch gewöhnlicher Schrott. Prüfen Sie immer, was Ihr Versicherer verlangt — bei Häufigkeit wie bei Nachweisen ist er oft strenger als die Vorschrift.
Deutschland
Fundstellen
DIN 14406-4
Die Norm zur Instandhaltung tragbarer Feuerlöscher: Sie setzt den größten Abstand zwischen zwei Wartungen auf zwei Jahre und legt fest, wer sie durchführen darf.
ASR A2.2
Die Technische Regel für Arbeitsstätten zu Maßnahmen gegen Brände: Sie verlangt, dass Feuerlöscher in regelmäßigen Abständen geprüft werden, mindestens alle zwei Jahre.
BetrSichV
Die Betriebssicherheitsverordnung: Aus ihr folgen die wiederkehrenden Prüfungen von Druckbehältern, Feuerlöscher eingeschlossen.
Intervalle
Wartung (Instandhaltung)
höchstens alle 2 Jahre
Sachkundiger
Innere Prüfung
nach BetrSichV und Herstelleranleitung: in der Regel 4 Jahre bei Dauerdrucklöschern, 5 Jahre bei Aufladelöschern
Sachkundiger oder Werkstatt des Herstellers
Druckprüfung
nach BetrSichV und Herstelleranleitung: in der Regel alle 10 Jahre
für Druckbehälter befähigte Person
Ausmusterung und Entsorgung
bei der Außerbetriebnahme, immer über einen Fachweg
Fachhandel, Hersteller oder zugelassene Sammelstelle
HinweisDas deutsche Wartungsintervall beträgt höchstens zwei Jahre. Die Abstände von innerer Prüfung und Druckprüfung stehen in der Anleitung Ihres Geräts, weil sie aus dem Druckbehälterrecht folgen und nicht aus einer einzigen Zahl. Am Ende entscheidet das Löschmittel: Pulver und CO₂ sind ungefährlicher Abfall — Restmüll und gelbe Tonne bleiben trotzdem ausgeschlossen —, Wasser, Schaum und Halone sind gefährlicher Abfall; ab zwei Tonnen gefährlicher Abfälle pro Jahr ist eine Abfallerzeugernummer erforderlich. Fluorhaltige Schaumlöscher verdienen besondere Aufmerksamkeit: Die Beschränkung für PFOA, seine Salze und die C9-C14-PFCA gilt bereits, die Frist zum Austausch ist am 4. Juli 2025 abgelaufen.
Schweiz
Fundstellen
Brandschutzvorschriften VKF / AICAA
Die Schweizer Brandschutzvorschriften der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen: Seit der Ausgabe 2015 legen sie kein einheitliches Wartungsintervall für tragbare Feuerlöscher mehr fest — maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.
OPI / VUV
Die Verordnung über die Unfallverhütung: Sie überträgt dem Arbeitgeber die Instandhaltung der Sicherheitseinrichtungen, ohne selbst ein Intervall für Feuerlöscher festzulegen.
Intervalle
Periodische Wartung
gemäß Herstellerangaben in der Anleitung: Seit 2015 gilt kein einheitliches Schweizer Intervall mehr, und die Branche empfiehlt einen Abstand von drei Jahren
Fachfirma
Sichtkontrolle
gemäß internem Plan des Betriebs
Personal vor Ort
Ersatz am Ende der Lebensdauer
gemäß der vom Hersteller angegebenen Lebensdauer
Betreiber, gemeinsam mit einer Fachfirma
HinweisIn der Schweiz gibt es keine allgemeine bundesweite Pflicht zum Intervall, und die Dreijahresempfehlung ist eine Branchenübung, keine Regel: Klären Sie vor der Planung, was die Feuerpolizei Ihres Kantons verlangt, was die Anleitung des Geräts sagt und — bei versicherten Gebäuden — was die kantonale Versicherung fordert. Als grober Anhaltspunkt nennen Hersteller eine Nutzungsdauer von 20 Jahren für Dauerdrucklöscher und von 25 Jahren für Aufladelöscher und CO₂-Löscher, danach ist das Gerät in jedem Fall zu ersetzen.
Österreich
Fundstellen
TRVB F 124
Die österreichische Technische Richtlinie zur ersten und erweiterten Löschhilfe: Sie setzt die wiederkehrende Überprüfung von Feuerlöschern auf zwei Jahre und gilt auch als Referenz für deren Ausmusterung am Ende der Lebensdauer.
ÖNORM F 1053
Die österreichische Norm zur Überprüfung und Instandhaltung tragbarer Feuerlöscher: Sie legt fest, was die wiederkehrende Überprüfung umfasst und wer sie durchführen darf.
AStV
Die österreichische Arbeitsstättenverordnung: Sie überträgt dem Arbeitgeber die Brandschutzmittel und deren Funktionsfähigkeit.
Intervalle
Wiederkehrende Überprüfung
alle 2 Jahre
sachkundige Person oder Fachfirma
Kontrolle durch den Betreiber
mindestens vierteljährlich, idealerweise monatlich
eigenes Personal
Ausmusterung am Ende der Lebensdauer
in der Regel nach 20 Jahren, früher, wenn der Hersteller es angibt
Betreiber, auf Hinweis der Fachfirma
HinweisÖsterreich ist das einzige der fünf Länder, in dem eine Altersgrenze des Geräts in der technischen Branchenreferenz auftaucht: in der Regel zwanzig Jahre, wobei die Herstellerangabe sie verkürzen kann. Das ist ein Orientierungswert und kein auf dem Löscher eingeprägtes Datum: Bevor Sie einen Austausch im Block planen, gleichen Sie diesen Wert mit der Anleitung Ihrer Geräte ab.
Was uns am häufigsten gefragt wird.
Wie lange hält ein Feuerlöscher?
Es kommt darauf an, was gemessen wird. In Deutschland liegt die Wartung nach DIN 14406-4 und ASR A2.2 bei höchstens zwei Jahren; innere Prüfung und Druckprüfung folgen der BetrSichV und der Herstelleranleitung und liegen üblicherweise bei vier bis fünf beziehungsweise zehn Jahren. Die Lebensdauer des Geräts ist wieder etwas anderes und in keinem Gesetz festgelegt: Hersteller nennen als Richtwert 20 Jahre für Dauerdrucklöscher und 25 Jahre für Aufladelöscher und CO₂-Löscher.
Haben Feuerlöscher ein Ablaufdatum?
Nein, nicht im Sinne eines auf dem Gerät aufgedruckten Datums. Was der Löscher trägt, ist das eingeprägte Herstellungsjahr und ein Prüfanhänger mit der letzten Maßnahme: Daraus werden die Termine für Wartung, innere Prüfung und Druckprüfung berechnet. „Abgelaufener Feuerlöscher“ heißt fast immer „überfällige Wartung“ — und das lässt sich nachholen.
Wie oft muss ein Feuerlöscher gewartet werden?
In Deutschland mindestens alle zwei Jahre durch einen Sachkundigen, so verlangen es die ASR A2.2 und die DIN 14406-4; die Gefährdungsbeurteilung kann kürzere Abstände vorgeben, längere nie. Hinzu kommen die innere Prüfung und die Druckprüfung nach BetrSichV und Herstelleranleitung. In Österreich gilt ebenfalls ein Zweijahresintervall, in Frankreich eine jährliche Prüfung, in Italien eine Kontrolle alle sechs Monate.
Wann muss ein Feuerlöscher ausgetauscht werden?
Wenn der Behälter die Druckprüfung nicht besteht, wenn er beschädigt oder korrodiert ist, wenn das Gerät nicht mehr konform ist oder wenn der Hersteller seine Lebensdauer für beendet erklärt. In allen anderen Fällen wird instand gesetzt und der Löscher geht zurück in den Betrieb. Entschieden wird das vom Sachkundigen am Gerät, nicht aus der Ferne anhand eines Datums.
Wie entsorgt man einen alten Feuerlöscher?
Nicht im Restmüll und nicht im Schrott: Das Gerät muss von einem ausgerüsteten Fachbetrieb entleert und entgast und von einer befugten Stelle zurückgenommen werden. In Deutschland gelten Pulver- und CO₂-Löscher als ungefährlicher Abfall, Wasser-, Schaum- und Halonlöscher als gefährlicher Abfall — der Fachweg über Handel, Hersteller oder Sammelstelle ist in beiden Fällen Pflicht. In Frankreich zählt der Löscher zu den gefährlichen Abfällen, in Italien zum Sonderabfall mit Begleitformular.
Sagt ToriSet, wann ein Feuerlöscher am Ende ist?
ToriSet hilft Ihnen, den Überblick zu behalten: Sie erfassen jeden Löscher mit Typ, Seriennummer, Herstellungsjahr und Standort, und von dort berechnet ToriSet die Termine ab der letzten Maßnahme, benachrichtigt rechtzeitig, wer handeln muss, und bewahrt Prüfprotokolle und Entsorgungsnachweise beim richtigen Gerät auf. Die Beurteilung des Geräts bleibt Sache des Sachkundigen, und das vorgeschriebene Register bleibt Ihre Pflicht.
Ein Feuerlöscher hält zwanzig Jahre, die Liste mit seinen Terminen deutlich kürzer.
Führen Sie jedes Gerät in einem einzigen Register, mit eingeprägtem Baujahr, letzter Maßnahme und Protokollen. Die Termine berechnen sich von selbst, und die Erinnerungen kommen vor dem Stichtag, nicht danach.
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